Der m(ech)anische Comiczeichner

Wie Comics entstehen. Vom Jähling.


Freitag, 5. Februar 2016
Ein Blick nach vorne.
Langsam mal Zeit, diesem 2016 doch eine Chance zu geben. Was ich bisher davon gesehen habe, gefiel mir zwar nicht besonders, aber vielleicht wird es besser, wenn man erstmal richtig drin ist.

Nicht nur zwischen den Jahren, sondern auch zwischen den Conny-Van-Ehlsing-Alben ist ein guter Punkt, um über meine Projekte nachzudenken. (Ich bin jetzt an einem guten möglichen Endpunkt für Band 5, ohne dass mich allzuviel Ballast von Band 6 verpflichtet, in derselben Richtung weiterzumachen.) Deshalb hat es dieses Jahr noch praktisch keine neuen Webcomics gegeben. (Naja, das, und ich habe ein neues Magazin mit herausgebracht. Und war zwischendruch krank. Aber vor allem das.)

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Montag, 2. November 2015
#NonNoWriMo
Es ist November, und für viele Autoren bedeutet das: NaNoWriMo, ein Monat, um die Storytelling- und Zeitmanagementinstinkte zu testen und einen vergleichsweise kurzen, noch völlig unbereinigten, aber vollständigen Roman zu schreiben. In meinem direkten Umfeld stellen sich mindestens schon mal TeMeL und der Lachwitz der Herausforderung. 50.000 Worte in einem Monat, das sind im Schnitt 1667 pro Tag, also ziemlich genau so viel wie dieser Artikel, denn den Spaß erlaube ich mir.

Aber ich werde wohl wieder nicht am NaNoWriMo teilnehmen, wenn mich nicht völlig überraschend in der ersten Woche noch der Schreibtaumel packt. Vor hatte ich es zwar immer schon, weil es eine tolle Einrichtung ist. Aber jedes Jahr im November finde ich mich in derselben Position: Zu viele Dinge, die noch fertig werden müssen und die ich nicht einfach so auf Dezember aufschieben kann. Und die vor allem aus allen möglichen verschiedenen Richtungen an meiner Aufmerksamkeit zerren, was das Umstellen von Ding Zu Ding zum anstrengendsten Teil der Übung macht. Da bin ich meist zu zerwurstelt für ein durchgehendes Projekt und kann ich nicht einfach jeden Tag zwei Stunden (so lang dauert es etwa, 1667 Worte zu schreiben, wenn dieser Artikel ein Maßstab ist) noch etwas völlig anderes dazu machen.

Was lässt sich eigentlich in einem Monat realisieren? Genauer, was traue ich mir zu? Denn während manche es schaffen, vier Romane im Jahr zu schreiben, kommen andere nicht über den Satz mit der dunklen und stürmischen Nacht hinaus. Zusätzlich hängt es stark von der Tages- oder Monatsform ab: Ich weiß von früheren Projekten, dass ich ganze Geschichten in kürzester Zeit und auf vollem Niveau heraushauen kann, aber danach brauche ich mindestens genau so lang Pause. Wenn es darum geht, wie viel von was ich in einem Monat schaffe, gibt es im Grunde drei Modi: Maximal, realistisch und Die Woche Danach.

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Montag, 23. Februar 2015
Gedanken ordnen: Dieses Blog...
Viel zu tunIn letzter Zeit werfe ich wieder öfter einen kritischen Blick auf dieses Blog. Nicht kritisch im Sinn von “doof finden” (das können meinetwegen andere tun), sondern im strukturellen, analytischen Sinn. Ist halt doch etwas unübersichtlich geworden im Lauf der Jahre.

Die meisten Posts in diesem Blog sind nicht für die Langfristigkeit gedacht. Das sind spontane Einblicke, Arbeitsstandsberichte und aktuelle Ankündigungen. Wer das Blog von vorne bis hinten durchliest, ohne diesen Unterschied zu kennen, wird wahrscheinlich nicht weit kommen, denn das nervt bestimmt irgendwann. Für einen vollständigen Blick auf die Entstehung meiner Comics sind auch diese Artikel sicher notwendig (einige, die es nicht sind, habe ich bereits rausgeschmissen). Aber umso wichtiger ist es, dass man die wichtigen Aertikel, also die allgemeingültigen, die sich nicht an irgendeiner aktuellen Aktivität abarbeiten, besser findet.

Wie ich das mache, weiß ich noch nicht: Eine neue Kategorienstruktur, Übersichtsartikel, Ebooks mit den wichtigsten Artikeln (entweder einzeln, ausgebaut und aktualisiert, oder nach Themenbereichen zusammengefasst), ein neues Blog, das weniger spontan, dafür endgültiger, verdauter daher kommt - all diese Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Wahrscheinlich werde ich sowohl Übersichtsangebote machen als auch Ebooks - letzteres hatte ich eh vor, schon als Vorübung zu dem Buch, das ich auch schon seit letztem Jahr hätte schreiben sollen. (Mehr dazu irgendwann mal.)

Ich habe mal ein bisschen gewühlt. Was die (nach meiner Meinung) besten, umfassendsten, aber auch was die beliebtesten Posts dieses Blogs sind. Für die beliebtesten Posts habe ich die Google-Analytics-Aufrufe der letzten zwei Jahre, aber auch die Zahl der Backlinks unter den Artikeln zugrunde gelegt.

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Dienstag, 4. März 2014
Projekte und Prokrastination
So, jetzt habe ich mir endlich ein Zimmer in Erlangen reserviert. Nicht dass es je einen Zweifel gab, aber damit ist der Comic-Salon für mich ein klein wenig offizieller geworden. Damit wird es auch etwas dringender, meine Veröffentlichungen für dieses Jahr anzugehen.

Fest geplant ist wie zu jedem Comic-Salon ein neues Conny-Van-Ehlsing-Album. Das Material ist im Grunde schon produziert, allerdings werde ich einiges davon überarbeiten müssen, damit es auch im Druck gut aussieht. Das lässt sich gut schaffen - im Schnitt muss ich jeden Tag nur etwa eine Seite aufbereiten. Das geht, selbst neben den neuen Conny-Seiten, die ja auch noch dran sind.

Aber wie Ihr vielleicht am Webcomic-Output der letzten Zeit gesehen habt, komme ich kaum da zu. Der Grund ist nicht, dass ich endlich erwachsen werde und mit Comics nichts mehr anfangen kann - auch wenn einige der Aktivitäten, die mich abgehalten haben, tatsächlich aus dieser gruseligen fremden Welt des Was-Anderes-Machens stammen -, sondern andere Comics.

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Freitag, 1. November 2013
Bestandsaufnahme und gute Vorsätze
Heute ist Freitag, was ja normalerweise der Termin für einen neuen Conny-Van-Ehlsing-Comic beim Dreadful Gate sein sollte. Heute ist da nichts neues, was aber erstmals seit langem nicht daran liegt, dass ich nichts habe, sondern daran, dass ich gestern erst etwas veröffentlicht habe und das erstmal auf der Startseite stehen lassen wollte.

Aber ich bin mir natürlich bewusst, dsss das, was eigentlich eine Sommerpause sein sollte, nun droht, direkt in den Winterschlaf überzugehen. Also kann ich zumindest eine Erklärung dazu abgeben.

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Dienstag, 28. Mai 2013
Codename: Olga - die losen Enden
Mit der heutigen Folge ist endlich mein lang angekündigter Comic Codename: Olga fertig geworden, fast pünktlich zum fünfzigsten Jahrestag seiner wichtigsten Inspiration Modesty Blaise. Wer meine bisherigen Beiträge über diesen Comic verfolgt hat, wird einige Unterschiede zum beschriebenen Konzept feststellen: Zum einen habe ich dann doch auf den Rastereffekt verzichtet, weil der sich mit den Schraffuren gebissen hätte und online sowieso nicht wirklich rüberkommt (vielleicht trägt hier die Erfahrung der letzten Jahre als Webcomicmacher Früchte, aber um ehrlich zu sein, war ich auch ein bisschen zu faul, das in Manga Studio anzulegen). Zum anderen erscheint der Comic nicht als Auftakt einer eigenen Olga-Serie, sondern als einzelne Geschichte im Rahmen meiner Anthologie-Reihe Gate Crash. Das nimmt ein bisschen den Druck aus dem Projekt, von dem ich letztes Mal noch geschrieben habe. Überhaupt ging es beim Wiederaufnehmen des Abenteuers für mich vor allem darum, den Druck aus allem zu nehmen.

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Dienstag, 1. Januar 2013
Wie man Vorsätze einhält und Projekte umsetzt - drei Tipps zum neuen Jahr
Reden wir also über gute Vorsätze.

Jedes Jahr zum Jahreswechsel, so pünktlich wie die Neujahrsansprachen irgendwelcher Politiker, erscheinen Artikel in den Zeitungen, die uns darüber belehren, wie ein guter Vorsatz verfasst sein muss, damit man ihn auch einhält. Mir könnte as normalerweise nicht egaler sein, denn die klassischen Dinge, die man aufhören will, tue ich eh nicht, und an den Dingen, die man sich gemeinhin vornimmt, mehr zu tun, habe ich kein Interesse. Aber was für gute Vorsätze gilt, gilt auch für To-Do-Listen, und davon habe ich eine ganze Menge.

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Sonntag, 4. Dezember 2011
Deadlines und die (ungenaue) innere Uhr
Einige (namentlich meine Facebook-Freunde und Twitter-Follower) haben es bereits mitgekriegt - seit einigen Wochen hat der McJob, mit dem ich mein dekadentes Leben als Comiczeichner in den letzten Jahren mehr schlecht als recht finanziert habe, Konkurrenz bekommen. Zur Zeit arbeite ich noch zur Probe und will's nicht beschreien, aber ich wollte seit langem schon aus den unterbezahlten Nachtschichten raus, das ändert sich also sowieso früher oder später.

Allerdings ändert sich damit auch mein Arbeitsrhythmus an den Comics. Zwangsläufig, denn die Zeit, die ich jetzt in dem neuen Job arbeite, ist normalerweise meine produktivste Comiczeichenzeit. Erschwert wird das ganze dadurch, dass ich noch nicht aus dem Nachtschichtjob raus bin, so dass ich, beide Jobs zusammengerechnet, gewissermaßen fünf der letzten drei Wochen gearbeitet habe. Plus Comics.

In den letzten Wochen habe ich vor allem abends und nachts an den Comics gearbeitet, machmal auch während der McJob-Nachtschicht. Außerdem früh morgens, nach der Nachtschicht, und vormittags. Das ist auf Dauer kein Zustand. Ich hoffe, dass ich im Lauf der Zeit mehr Übung darin kriegen werde, meine dann hoffentlich nur noch zwei Tätigkeiten zu kombinieren. Aber jetzt schon ist klar, dass mein in langen Jahren antrainierter Rhythmus mir da eher im Weg steht.

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Samstag, 2. Juli 2011
Stichpunkte für einen Comic-Workshop
Morgen gebe ich in Hannover einen Comicworkshop. Das ist gewissermaßen eine Premiere für mich. Ich habe schon verschiedene Workshops gegeben, ich habe auch bereits öfter öffentlich über Comics erzählt, und vor allem: ich habe so ziemlich alles gemacht, was man bei Comics auf dem Weg zum Leser so macht, außer vielleicht mir einen Verlag zu suchen. Aber all das in einem Workshop? Hab' ich seltsamerweise noch nie gemacht. Bevor ich Zweifel an meiner Qualifikation kriegen konnte, habe ich deshalb schnell zugesagt.

Es wird ein kleiner Workshop, deshalb werde ich nicht viel präsentieren. In kleinen Gruppen setze ich eher auf den Gesprächsprozess, auf die Gefahr hin, dass am Ende alle denken, sie wären auf alles selber gekommen. Ehrlich, wenn hinterher alle denken, sie hätten die ganze Arbeit gehabt, dann habe ich meine gemacht. Es geht ja auch darum, Potenziale in den Teilnehmern freizusetzen.

Deshalb habe ich auch nicht viel von einem Manuskript. Was ich habe, sind ein paar Stichworte, für den Fall, dass es irgendwo hakt. Und da die Grundfrage des Workshops dieselbe ist wie bei diesem Blog - was weiß denn ich, dass ich euch sagen kann, wie man so was macht? -, teile ich diese Stichworte mit euch, während ich den Workshop vobereite.

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Freitag, 21. Januar 2011
So sieht's bei mir aus
Kollege Wittek hat alle Comiczeichner, die er kennt (und das sind einige) gebeten, ihre Arbeitsplätze zu fotografieren und ins Netz zu stellen. Na dann...

Mein Zeichentisch von etwas weiter weg

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