Hofstadters Gesetz: Es dauert immer länger als man denkt, sogar wenn man Hofstadters Gesetz berücksichtigt.
Douglas R. Hofstadter
Wenn ich bei einer Geschichte nicht vorankomme, schaue ich mir die Elemente an und konzentriere mich auf das, was für mich der Kern der Handlung ist. Von diesem Kern aus konstruiere ich die Geschichte neu. Wenn ich noch was vom bereits Geschriebenen retten kann, gut, aber wenn nicht, dann war es wohl auch einfach nicht zu retten.
Schreibblockaden kriege ich nicht mehr, seit schreiben etwas ist, das ich so systematisch betreibe. Aber wie's aussieht, gibt es auch Herausgeb-Blockaden.
Im Moment habe ich fünf fast fertige Hefte in der Pipeline, die alle vor Juni erscheinen sollen. Naja, vier fast fertige und eins, das bis Juni fertig sein muss. Wenn ich das schaffen wollte, hätte ich die ersten drei schon herausbringen müssen. Schlimmer: Die Dinger stehen sich gegenseitig im Weg, weil ich nicht alle in der Zeit ausreichend promoten kann. Das ist nicht erst jetzt ein Problem. Im Grunde weiß ich das seit Oktober, als ich den 24-Stunden-Comic gemacht habe.
Dazu kommt, dass im Moment sehr interessante technische Entwicklungen stattfinden. Dieses und nächstes Jahr scheinen die Jahre der Tablet-PCs zu werden, und mit ihnen eine Zeit neuer Online-Formate. Das ist eine sehr interessante Entwicklung, und ich bin noch lange nicht damit fertig, mir das alles anzugucken und meinen Platz darin zu finden.
Also schaue ich mir die Elemente an, die ich habe, und konzentriere mich auf den Kern. Der Kern ist, dass ich mit dem neuen Conny-Album und dem 24-Stunden-Comic nach Erlangen will. Und dass die ebook-Version des Conny-Albums nicht nach dem, sondern bis zum Album erscheinen soll. Unnötig ist es dagegen, sie in drei Teilen vorher herauszubringen.
Wenn ich die Conny-Hefte für jetzt streiche, habe ich immer noch genug zu tun: den letzten Download zu Band 1, ein jetzt wieder interessanteres Sketchbook - und natürlich den 24-Stunden-Comic.
In einem anderen Szenario hätte ich jetzt das Gefühl, die ebook-Fassung vergeigt zu haben. Aber seltsamerweise ist das gar nicht so. Ich sehe es eher so, dass ich mich von den Dingern befreit habe, um andere Dinge tun zu können.
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