Reality Check, Nummer Eins
Das Neue Heft war von Anfang an ein
Experiment. Eins, das ich nicht mit vollem Ernst durchgeführt habe, sonst hätte ich mich für drei Monate in eine schwedische Waldhütte verzogen oder so. Jetzt, wo ich weiß, dass mir kein Termin im Nacken sitzt, kann ich in Ruhe dran weiterarbeiten. Denn auch das ist klar: Ich habe schon zu viel dafür gezeichnet, um jetzt NICHT weiterzumachen. Und wie jedes gute Experiment hat dieses verwertbare Teilergebnisse gebracht: dieses Blog zum Beispiel. Und die Erfahrung, dass ich auch über einen längeren Zeitraum drei Seiten in der Woche zeichnen kann. Überhaupt mehr Seiten als ich im ganzen letzten Jahr fertiggekriegt habe. Und natürlich
das neue Heftkonzept. Nur - habe ich ein neues Heftkonzept?
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Wo liegt das Problem?
Nach einer viel zu langen Pause habe ich jetzt die vierte Seite des neuen Conny-Abenteuers fertig. Oder die fünfte, je nachdem, ob Ihr in fertigen Seiten zählt oder in Seiten der Geschichte. Normalerweise arbeite ich gerne, so weit es geht, in Erzählrichtung. Das hat den Vorteil, dass ich in der Logik der Handlung bleibe, nicht so viele Anschlussfehler produziere und vor allem am Ende nicht die ganzen schwierigen oder langweiligen Passagen übrig habe, auf die ich vorher schon keine Lust hatte - und jetzt in ihrer Geballtheit erst recht nicht. Aber manchmal, wenn man an einer Stelle stockt, muss man halt an einer anderen Stelle weitermachen und später drauf zurückkommen. Besser als gar nicht weiterzumachen.
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Warum nicht gleich in Farbe?
Die erste Seite Des Neuen Hefts ist fertig. Mit allem Drum und Dran, Sprechblasen und Grauflächen und allem. Ich lasse sie jetzt erstmal eine Weile herumliegen, um dann später mit frischen Augen zu entscheiden, was noch fehlt. Das ist auch ein gewaltiger Schritt in der Entstehung des Heftes, denn bevor ich die Seite so weit festlegen konnte, musste ich mich erstmal entscheiden, das genau so zu machen.
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Warum ich keinen Mainstream mache
In der letzten Ausgabe des ZEIT-Magazins
beschreibt der ehemalige SAT1-Chef Roger Schawinski das Scheitern einer ambitionierten Krimiserie. Die Serie, das völlig untergegangene BLACKOUT, habe ich nie gesehen - ich bin auch nicht das Publikum für TV-Mehrteiler, weil ich eigentlich nur bei der Nachtschicht fernsehe, und das viel zu unregelmäßig. Und selbst wenn, hätte ich BLACKOUT wahrscheinlich nicht gesehen. SAT1? Mehrteiler? Bin ich der einzige, der dabei an kitschigen Historienmist denkt?
(...)
Im Grunde wurden zwei Fehler gemacht, die beide aus der gleichen falschen Grundannahme resultieren: einer bei der Produktion, einer bei der Vermarktung. Besagte Grundannahme ist natürlich, dass diese Sendung um jeden Preis einem SAT1-Massenpublikum aufs Auge gedrückt werden musste.
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Cover im Netz: Liebe auf den einen Blick
Der Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht, nicht auf der Ebene des Motivs, sondern auf der des Gesamterlebnisses. Was ist heute die primäre Ansicht eines Covers? Die Live-Situation im Geschäft? Zusätzliche Werbemittel wie Aufkleber und Plakate? Oder das "Thumbnail" auf der Produktdetailseite eines Online-Shops?
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Von der Leber weg auf den Punkt kommen
Conny ist sauschwer zu schreiben. Nicht der Charakter - die Figur liegt mir sehr nahe, und ihre Dialoge sind sogar das reinste Vergnügen. Nein, die Handlungen sind das Problem. Mehr als bei fast jeder anderen Serie habe ich bei Conny schon Szenen umgeschrieben, Nebenstränge zu Hauptsträngen gemacht und ganze Blöcke rausgeschmissen, um auf den Punkt zu kommen, den ich wollte. Ich dachte immer, das liegt daran, dass mir diese Serie so wichtig ist und ich es richtig machen will. Das sicher auch. Aber es gibt noch einen anderen, einen strukturellen Grund, und den habe ich jetzt kapiert.
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Fünf Sachen, die ich statt Zeichnen tun könnte
In den letzten zwei Wochen hat meine Zeichenfrequenz etwas nachgelassen. (Parallel zu meiner Blogfrequenz, was sagt uns das?) Besonders diese Woche habe ich kaum gezeichnet (bisher). Also muss ich etwas anderes machen, um voranzukommen und nicht den Faden zu verlieren. Zu tun gibt's genug, ich frage mich nur: ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
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Manchmal muss man nur drüber reden...
Das
Plot-Problem von neulich? Wo ich eine Nebenhandlung eingeführt habe, nur um Nebenfiguren vorzustellen, und es wirkte so, als hätte ich eine Nebenhandlung eingeführt, nur um Nebenfiguren vorzustellen? Gelöst. Die richtige Idee kam mir noch während ich den Blogbeitrag darüber geschrieben habe.
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